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35. Eintrag:
Sonntag 06.11.2011, 11:53:12, Neukölln, 6.11.2011, morgens
Hi Sweetie,wie gehts bei Dir? Ich hoffe, Du hast mit dem begonnenen November keine Probleme? Bisher schenkt uns ja das Universum schönstes Herbstwetter und die Sonne kommt mir vor, als möchte sie sich gar nicht so richtig zurückziehen... Bei mir ist sehr viel in Bewegung! Habe ich Dir erzählt, dass ich vor ca. 3 Wochen auf einem Vortrag über "neoschamanische Heilkunst und Seelenreisenmedizin" war, der mich sehr inspiriert und sogar freudig aufgeregt hat? So wie ich es verstanden habe, kann es bei jedem von uns sein, dass bestimmte Anteile der Seele nicht im Hier und Jetzt vorhanden sind, weil sie auf der sogenannten Zeitschiene entweder in der Vergangenheit oder auch in der Zukunft abgelöst, blockiert oder "hängen geblieben" sind, aufgrund von heftigen Erschütterungen, Misshandlungen oder traumatischen Erlebnissen. Das führt dann dazu, dass wir in unserer jetzigen Situation, in der gefühlten Gegenwart unser vollständiges SeelenPotential nicht zur Verfügung haben, oder - noch komplizierter - von anderen Energien behaftet sind, die sich quasi in die "leeren Räume" gesetzt und eingefügt haben. Das können Gedankenmuster, Überzeugungen und auch Fremdenergien anderer Lebewesen sein, die uns dann in unseren Fortkommen, unserer Lebensfreude, dem Entfalten unserer Persönlichkeit, empfindlich bis massiv stören und blockieren können... Eine der Dozenten bei dem Vortrag hat dann angeboten, dass die Zuhörer, wenn sie denn möchten, teilnehmen. Und zwar ging es um die Seelenanteile in uns, die uns in unserem Gebet, in unserer Zwiesprache mit dem Göttlichen, den Helfern der geistigen Welt, nicht vollständig zur Verfügung stehen. Bei dem Vortrag waren ca. 50 Menschen und ich beschloss, mich einfach mal darauf einzulassen, weil ich ja schon seit längerem das Gefühl habe, dass meine buddhistische Praxis, was ja letztendlich auch ein sehr intensives Gebet ist, an bestimmte Punkte in meinem Leben nicht viel verändert und ich seit Jahren mit einigen negativen Mustern zu "kämpfen" habe... Ich setzte mich aufrecht hin, schloss die Augen und lies mich darauf ein: Sie fing an durch den Raum zu gehen, die Helfer der geistigen Welt herbeizurufen und sie zu bitten, die Seelenanteile, die eventuell in dem einen oder anderen nicht vorhanden sind, ins Hier und Jetzt zu holen und wieder in die Seele zu integrieren und heilen zu lassen. Sie rasselte dann zwischendurch mit irgendwelchen Geräten aus Muscheln oder Steinen und sang in einer fremden Sprache und sprach immer wieder mit den geistigen Helfern, die sie wohl im Raum konkret wahrnehmen konnte. Das ganze dauerte vielleicht fünf Minuten und sollte eine kurze Demonstration dieser Herangehensweise an Probleme, Krankheiten und Blockaden im Menschen sein.... Mich hat diese kurze Erfahrung sehr berührt, ich fühlte mich währenddessen sehr wach, sehr umsorgt und geborgen, ich hatte währenddessen ein sehr vertrautes und geborgenes Gefühl und danach, im weiteren Verlauf des Tages eine unglaubliche Energie und hoffnungsvolle Stimmung, als wäre in meinem Leben wieder alles möglich... Ich weiß nicht, ob mir bestimmte Seelenanteile bezüglich der Kraft meine Gebete und Meditation gefehlt oder abgespalten waren, aber jedenfalls war ich danach der festen Überzeugung, dass in diesem Bereich meines Seins etwas geheilt/harmonisiert wurde und immer noch ist! Mich hat das an dem Tag so fasziniert und berührt, dass ich mehr darüber erfahren wollte. Ich bin auf die homepage dieser Schule, die diese neoschamanische Heilkunst anwendet und lehrt, gegangen und habe mich schlau gelesen und dann entdeckte ich, dass die dort einen zweijährigen Kurs anbieten, in dem man diese Arbeit kennen lernen und erfahren kann... Ums kurz zu machen, ab dem nächsten Jahr mache ich diesen Kurs, der einmal im Monat stattfinden wird und freu mich da drauf wie Bolle!!! Um aber vorher eigene Erfahrungen damit zu machen, habe ich mich bei dieser Dozentin gemeldet und um eine Behandlung gebeten, um zu schauen, ob in meiner Seele im Hier und Jetzt Anteile fehlen oder energetisch leere Räume meiner Seele fremdbesetzt sind. Da ich ja seit langer Zeit mit dem Thema "Finanzen" und "Wertschätzung" meiner Arbeit als Künstler große Schwierigkeiten habe, bzw. diese in meinem Leben offensichtlich sehr blockiert sind, war ich nun sehr gespannt und neugierig, ob durch diesen Ansatz, meine Seele zu bewegen, etwas in Bewegung und in Harmonie kommt, damit sich auch in meinem äußeren Leben eine Veränderung stattfindet... Vorletzte Woche war ich dann zu einem Vorgespräch bei ihr und vorgestern war dann unser Termin. Ich erzählte ihr, dass ich schon lange ziemlich frustriert und vor allem hoffnungslos bin, weil sich trotz meiner Talente und Fähigkeiten, die ich in sehr vielen kreativen Bereichen ( vor allem natürlich als Schauspieler! ) nachweislich habe, meine finanzielle Situation immer schwierig , belastend und teilweise sehr existentiell ist, dass ich trotz sehr guter Arbeit, zum Beispiel am Theater, selber kein Gespür für den "Wert" meiner Arbeit, meiner "Geschenke" habe. Oft geht es mir so, dass ich den Applaus oder eine gute Kritik nicht annehmen und mich schon gar nicht darüber freuen kann! Als wäre meine Arbeit ja ganz normal und nicht sooo besonders, was sie aber offensichtlich für andere Menschen, Zuschauer sehr oft ist, denn viele sprechen mich nach Vorstellungen an und bedanken sich und geben mir sehr berührendes feedback... Nur ich spüre das nicht, seit Jahren nicht! Mit meinem fertiggeschriebenen Drehbuch ist es dasselbe. Ich denke innerlich, wen interessiert das denn schon, welche Produktionsfirma wäre schon bereit, dafür eine Menge Geld zu investieren? Da ich ja fester Überzeugung bin, dass unsere Gedanken und Überzeugungen sich zu 100% in unserem Leben manifestieren, ist das natürlich die "beste" Selbstsabotage, die ich mir zufügen kann. Und obwohl mir dies alles vom Kopf her seit langem klar ist, konnte ich diese Mechanismen seit Jahren nicht ändern, bzw. habe ich seit längerer Zeit das Gefühl, in diesem Bereich meines Lebens ständig vor einer Mauer zu stehen, die keinen Durchgang hat und die sich nicht zum Einstürzen bringen lässt. Sie schlug dann vor, mein Energiesystem zu testen, welche Behandlung sie durchführen solle. Da sie ja nicht nur schamanisch arbeitet, sondern auch Homöopathie, Cranio-Sakral-Therapie und einige andere Behandlungsmethoden beherrscht, wollte sie es meinem Energiesystem überlassen, wie sie mir helfen könne. Ich weiß nicht, was sie da gemacht hat. Sie nahm meine Hand um einen Kontakt herzustellen und sie hatte ein seltsames Gerät in der Hand mit einem Holzgriff und einem elastischen Metallrohr, welches hin und her schwang und dann dauerte die Befragung zwei drei Minuten mit dem Ergebnis, dass mein Energiesystem offensichtlich eine schamanische Behandlung braucht und dass insgesamt heute im Hier und Jetzt drei Seelenanteile nicht bei mir sind, zwei aus diesem Leben und eins aus einem vergangenen Leben. Sie meinte dann, dass sie mit mir nun diese Seelenanteilrückholung machen möchte und ich ließ mich vertrauensvoll darauf ein... Wir gingen in die andere Hälfte des fast leeren Raums, außer einem kleinen Tisch, zwei Stühlen und einer kleinen Liege in einer anderen Ecke des Raumes war nichts darin, was hätte ablenken können. Sie breitete eine Decke aus und legte insgesamt 4 Sitzkissen ( wie man sie im Yoga verwendet ) auf diese Decke. Sie meinte das weiße Kissen sei meine Position im Hier und jetzt und die drei anderen Kissen platzierte sie in einem Halbkreis um dieses weiße kKissen herum. Ich setzte mich auf dieses weiße Kissen und hatte nun vor mir zwei orangefarbene und ein dunkelgrünes Kissen, auf die mein Blick viel. Ich fand das erst etwas albern, weil nun diese Kissen quasi die Stellvertreter meiner nichtanwesenden Seelenanteile sein sollten, aber ich dachte mir, ich möchte das nicht über meinen Verstand machen sondern vielmehr versuchen, mich emotional darauf einzulassen.... Nun fragte sie mich, welches dieser drei Kissen mich spontan intuitiv am meisten anzieht und ich folgte einem Impuls und benannte das mittlere Sitzkissen. Dann meinte sie, dass ich nun meinen Platz wechseln und mich in die Situation dieses verlorengegangenen Seelenanteils begeben sollte. Ich sollte mich darauf einlassen und in mich hineinspüren, ob spontan irgendwelche Bilder oder Gefühle auftauchen oder ob dieses Kissen etwas in mir auslöst. Erst musste ich gegen die Gedanken angehen, die mir einflüsterten, wie albern das doch alles sei, aber sie machte das wirklich sehr gut und sehr feinfühlig, und relativ schnell merkte ich, wie ich ärgerlich wurde. Sie fragte, worüber ich mich ärgere und es brach quasi aus mir heraus, dass ich für meine festgefahrene Situation, die ich ja eingangs beschrieben habe, keine Lösung finde, dass ich diese dauernde Anstrengung und diesen ewigen finanziellen Druck, meine Schulden und meine unbefriedigende Arbeitssituation so satt habe und frustriert, hoffnungslos, traurig und gestresst bin, weil ich sonst immer für alles eine Lösung gefunden habe aber für diesen wichtigen Bereich in meinem Leben seit langem nicht! Dann fragte sie mich, ob es in meinem bisherigen Leben Situationen gab, in denen ich mich ähnlich gefühlt habe... Und plötzlich sah ich mich ganz klar in mehreren Situationen meines Lebens, in denen ich Kind war und mich genau so gefühlt habe, weil ich mich unverstanden, allein gelassen, hoffnungslos und tief traurig gefühlt habe. Ich fühlte wie ich mich als Kind nicht angenommen, nicht ermutigt und fehl am Platze fühlte. Diese Gefühle hatte ich in der Tat als Kinde sehr häufig. Mein Vater war weg als ich ungefähr 3 war und hat sich eigentlich nie um uns bemüht, bzw. ernsthaft versucht irgendeine unterstützende Beziehung zu mir aufzubauen. oft dachte ich, ich bin in meiner Familie völlig falsch mit meinen ganzen Anlagen im künstlerischen Bereich von denen keiner auch nur in Ansätzen etwas verstand oder daran Interesse zeigte, ich hätte eigentlich in eine andere Familie geboren werden sollen und fühlte mich oft von den Mitgliedern meiner Familie als „Alien“ behandelt, mit dem schwierig umzugehen war, der seltsam war und der nichts „vernünftiges“ macht, sondern für so nen Quatsch wie Theaterspielen oder singen oder malen seine ganze Zeit verbringt. Interessanterweise ging es in dieser Situation überhaupt nicht um eine Schuldfrage, sondern ich erlebte mich plötzlich in diesen Momenten, in denen ich ganz massiv dieses Gefühl von Alleingelassensein und dieses große Bedürfnis nach Zuspruch, Ermutigung, Lob und seelischer Unterstützung fühlte. Ich spürte diese Momente und Situationen sehr intensiv und es kam mir vor als wäre ich in genau diesen Momenten grad in meine Kindheit zurückversetzt. Eine große Traurigkeit machte sich in mir breit und ich senkte meinen Kopf und merkte wie mir ein riesiger Kloß im Hals saß. Sie setzte sich dann direkt hinter mich und fragte, ob sie mich berühren dürfe, was ich ihr erlaubte. Dann berührte sie mit ihren Händen meine oberen Rücken und meine Wirbelsäule und begann die geistigen Helfer um Unterstützung und Heilung für diesen kleinen Jungen zu bitten. Sie begann in einer mir fremden Sprache und Art zu singen und bat immer wieder die geistigen Helfer diesem Jungen in mir beizustehen. Dann formulierte sie einige Lobreden und ermutigte diesen Jungen und dann meinte sie als geistiger Helfer käme grad Pippi Langstrumpf dazu, die sich um mich kümmern würde. Sie sang noch eine Weile weiter und rasselte währenddessen mit ihren Utensilien hinter mir und berührte noch einige Zeit verschiedene Stellen meines Rückens. Irgendwann war diese Behandlung dann beendet und sie ließ mir Zeit zu mir zu kommen und dann meinte sie, ich könne mich nun wieder ins Hier und Jetzt auf das weiße Kissen setzen. Ich fühlte mich ehrlich sehr erleichtert und fast fröhlich und euphorisch und diese Vorstellung von Pippi Langstrumpf an meiner Seite machte mich extrem glücklich und gab mir das tiefe Gefühl von dem besten Freund an meiner Seite, den ich mir überhaupt wünschen könnte. Dann meinte sie, ich solle nun diesen Seelenanteil wieder zu mir ins Hier und Jetzt holen und es mit freudigen Armen und offenem Herzen annehmen indem ich das Kissen nehme, im Arm alte und nah bei mir lasse. Jetzt war ich sehr neugierig und aufgeregt, wie diese Behandlung weitergehen würde. Sie fragte dann erneut, welches der beiden übriggebliebenen Kissen denn nun intuitiv meine Aufmerksamkeit auf sich lenken würde und es war relativ klar, dass es das zweite orangefarbene Kissen sei. Auch dort wieder die gleiche Vorgehensweise. Spüren, ob etwas sich spontan in mir bewegt, ob Gefühle hochkommen und dann sollte ich mich auf dieses Kissen setzen und mich in die Situation dieses verlorenen Seelenanteils begeben. Als ich auf diesem Kissen saß hatte ich ziemlich schnell eine ziemlich heftige Situation vor Augen, die ich als 17-jähriger erlebt habe. Ich habe mich wirklich nicht verstandesmäßig lenken lassen, sondern es war ganz plötzlich die Situation vor meinem inneren Auge, wie ich damals meinen Stiefvater gefunden habe, der sich in unserer Garage auf dem Hof mit Autoabgasen das Leben genommen hat. Das teilte ich ihr mit, dass mir dieses Erlebnis gerade hochkommt und sie meinte sehr sensibel ich solle diese Situation beschreiben, was da passiert ist. Ich erzählte, woran ich mich erinnern konnte. Es war ein Sonntagmorgen, ich glaube ein Herbsttag mit Sonnenschein und ich war relativ früh wach, weil ich eine Freundin besuchen fahren wollte und machte mir einen Kaffee. Ich hörte von irgendwoher einen laufenden Motor, ganz leise aber konstant und ich schaute aus dem Fenster, konnte aber nirgendwo etwas entdecken. Ich dachte, dass mein Stiefvater eventuell schon wach sei und auf dem Hof an einem Auto bastelte, was, zumindest in meiner Erinnerung, dort stand. Da das Motorengeräusch nicht aufhörte ging ich irgendwann raus und ums Haus, aber da war niemand und es war auch kein Auto an. Relativ schnell merkte ich, dass das Motorengeräusch aus der Garage kam, die nicht ganz zu war, sondern einen kleinen geöffneten Schlitz hatte. Nichts ahnend machte ich das Tor hoch und sah, dass das Auto lief und mein Stiefvater auf dem Fahrersitz saß, das Fenster offen, und sich nicht bewegte. Den Abgasgeruch nahm ich nicht wahr ging an die Seite des Autos zum geöffneten Fenster und sah, dass ein Schlauch vom hinteren Teil des Auto in das Fenster führte. Der Kopf meines Stiefvaters war leicht zu Seite nach hinten geneigt, ich weiß nicht mehr ob die Augen offen oder verschlossen waren, jedenfalls war seine Haut ziemlich gelblich, fast grünlich-grau. Wie abgeschaltet hörte ich, dass das Radio lief und griff durch das geöffnete Fenster über den Leichnam und machte das Radio aus. Ich weiß noch, es lief der Song “First we take Manhattan, then wie take Berlin“ von der Gruppe Berlin glaub ich... Was dann unmittelbar danach geschah weiß ich nicht mehr, ich hab keine Erinnerung mehr, ob und wie ich meine Entdeckung meiner Mutter, die noch geschlafen hat, mitgeteilt und was in den nächsten Stunden passierte. Ich weiß nur, ich bin irgendwann nachmittags zu der Freundin gefahren, wo ich heute nicht mehr weiß, ob ich ihr von diesem heftigen Erlebnis überhaupt erzählt habe. Ich weiß nur, das relativ schnell die Polizei da war, dass meine Oma irgendwann da war. Aber das meisste ist wirklich in meinem Gedächtnis gelöscht... Wahrscheinlich der Schock... Sie fragte mich dann, wenn ich jetzt genau in den Moment gehe, als ich das Garagentor aufmachte, was meine Seele, was dieser 17-jährige Junge gebraucht hätte. Ich ließ die Frage kurz wirken und dann kam ein ganz massives Bedürfnis nach Halt, nach Auffangen nach jemandem, der mich festhält und der mich im Arm hält und mich tröstet und diesen Schock mit mir gemeinsam durchlebt. Ich befand mich in genau diesem Moment des massiven Schocks meiner Seele und ich fing an heftig zu schluchzen, zu atmen und dieses Gefühl des Schocks, der Überforderung und des Alleingelassenseins zu durchleben. Sie setzte sich hinter mich, legte wieder ihre Hände auf meinen Rücken, fing an zu singen und zu summen und bat wieder die geistigen Helfer um Unterstützung für diesen 17-jährigen. Eine Weile war dieses Gefühl und dieser Schock sehr massiv und ich ließ meine Tränen einfach laufen und gab mir die Zeit die ich brauchte... Dann meinte sie, dass aus der geistigen Welt mir ein Bär zu Hilfe kommt und mich aufnimmt, in den Arm nimmt und mich beschützt. Sie meinte, der Bär sei im indianischen Kulturgut eines der stärksten Heil- und Krafttiere und dieser Bär würde sich jetzt um mich kümmern. Ich stellte mir vor, wie ich mich in das warme Fell dieses Bären hineinschmiege und wie die kräftigen Arme dieses Bären mich auffangen und ich gehalten und geschützt werde und mich beruhigen konnte. Nachdem einige Zeit vergangen war und ich mich beruhigt hatte meinte sie ich könne mich nun wieder auf das weiße Kissen setzen und das andere Kissen zu mir nehmen und damit diesen Seelenanteil, der verlorengegangen war, wieder ins Hier und Jetzt holen. Sie sagte , dass der Bär jederzeit für mich da ist, wenn ich Bedürfnis nach diesem Gefühl von Geborgenheit und Schutz bräuchte... Als letztes blieb nun noch das dunkelgrüne Kissen und als ich mich darauf einließ hatte ich plötzlich ein ziemlich klares Bild vor mir, wie ich durch einen dunklen Klostergang ging in dem es kalt und unheimlich war. Ich trug eine einfache Mönchskutte und hatte das Gefühl, dass meine Schultern hochgezogen und angespannt sind und dass ich ängstlich und ziemlich angespannt bin, als müsste ich den Kopf einziehen und sehr vorsichtig sein. Sie forderte mich auf, mich auf das dunkelgrüne Kissen zu setzen und mich in die Position dieses Seelenanteils zu versetzen, der mir verlorengegangen ist. Sie fragte mich, was ich fühle und ich antwortete spontan, ich hätte große Angst. Wovor wollte sie wissen. Ich meinte, dass ich etwas wüsste, was ich aber dort, wo ich mich aufhielt und lebte, keinesfalls sagen und mitteilen dürfte. Sie wollte wissen, warum und ich sah, wie ich gefoltert wurde und dieses Gefühl machte mir so große Angst, dass ich schwieg, obwohl dieses Schweigen meine innerste Überzeugung unterdrückte. Ich merkte, es ging um eine spirituelle Wahrheit, die ich erfahren hatte, die aber in meiner Umgebung als Ketzerei verurteilt worden wäre und dann fühlte ich mich sehr allein gelassen mit diesem Geheimnis. Sie fragte mich, was ich mir gewünscht hätte, was meine Seele in dieser Situation gebraucht hätte und ich antwortete ganz klar: Wegbegleiter, spirituelle Freunde, Verbündete, eine Gemeinschaft von zuverlässigen, vertrauensvollen Menschen mit denen ich mich über meine Erlebnisse und spirituellen Erfahrungen frei austauschen könnte... Dann setzte sie sich wieder hinter mich, legt ihre Hände auf meinen Rücken und bat die Helfer der geistigen Welt um Unterstützung für diesen Mönch . Sie summte, sang und rasselte wieder und dann meinte sie, dass ganz viele Helfer zu mir kämen, als erstes Christus, dann der Dalai Lama, Siddharta ( aber nicht als der „Buddha“, sondern als der junge Siddharta ) und viele andere junge Männer, die mir beistehen und die mich beschützen würden.. Nach einer Weile kam ich wieder zu mir und setzte mich wieder auf das weiße Kissen und nahm auch diesen verloren gegangenen Seelenanteil wieder zu mir ins Hier und Jetzt. Mittlerweile waren ein und eine halbe Stunden vergangen und wir merkten, dass es für dieses Mal gut sei. Ich war sehr bewegt und berührt und brauchte erst mal zwei Tage um diese Erfahrung in mir sacken lassen zu können. Ich fühle mich sehr gut, irgendwie freier und wenn ich Dir das alles hier noch mal aufschreibe, spüre ich, dass ich mir da nichts eingebildet habe, sondern dass ich wirklich wieder mit diesen Seelenanteilen, die durch die unterschiedlichen Erlebnisse in der Vergangenheit weg waren, wieder bei mir sind und mir 100% zur Verfügung stehen. Ich bin jetzt erst mal gespannt, ob und wie sich nun eine Veränderung in meinem Leben zeigt und werde Dir sicher gleich davon berichten... Ich muss jetzt erst mal Schluss machen, ich hoffe, Du denkst jetzt nicht, dass ich völlig durchgeknallt bin.?! Bin ich nicht, ich schwör`s Dir... Wie heisst`s doch im Hamlet? „ Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio!“ Ich knutsch Dich, Dein Sven |
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